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Ge|h|denksteine



„Ge | h | denksteine gegen das Vergessen“


Realschule Oppum richtete Holocaust-Gedenkfeier 2008 der Stadt Krefeld aus



Mit einer sehr bewegenden Veranstaltung in der Realschule Oppum wurde am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Schülerinnen und Schüler aller Klassen hatten sich unter Leitung ihrer Lehrkräfte über ein Jahr lang mit dem Holocaust auf vielfältige und tiefgehende Weise auseinandergesetzt. Das Ergebnis wurde nun zahlreichen Vertretern aus  Stadt und Schulen, Mitgliedern der jüdischen Gemeinde sowie  interessierten Gästen präsentiert.

"Mit Installationen, Vorträgen, Ausstellungen, Präsentationen, mit Musik und Tanz haben wir uns an die dunkle Zeit erinnert. Zum anderen wollten wir auch versuchen, das Unfassbare mit den Augen unserer Kinder zu betrachten, dabei ihren und unseren Blick auf die Aktualität von Leid, Unrecht und Unterdrückung zu richten."




Steinweg



Im Bühnenprogramm gedachten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen mit ihren Wortbeiträgen, sowie musikalischen und tänzerischen Aufführungen unter der (Beg) Leitung von Musiklehrer Frank Becker und weiteren Musikern den Opfern des Nationalsozialismus. Sie appellierten, wie es auch Bürgermeisterin Karin Meincke und Schulleiterin Heide Schremmer in ihren Reden zum Ausdruck brachten, an alle jetzigen und zukünftigen Generationen, das Vergessen dieses dunklen Teils deutscher Geschichte zu verhindern.



Schriftrollen

Ein mit Steinen und Kerzen gesäumter Weg führt die Gäste ins Innere des Schulgebäudes, wo sie von jungen Gitarrenspielern mit den Klängen des jiddischen Liedes „Dona Dona“ empfangen werden. Die Besucher betrachten Dokumente, Videos und Bücher. Sie verweilen vor Kunstwerken, die das „Anderssein“ thematisieren. An einer nadellosen Tanne sind Zettel mit Fragen der Jugendlichen befestigt: „Wie konnten Menschen den Holocaust überleben?“ fragen sie. „Wie groß waren die Konzentrationslager?“ Auf einem aus hell- und dunkelgrauen Stoffrechtecken zusammengefügten Wandteppich wird den Krefelder Juden , die dem Holocaust zum Opfer fielen, im wahrsten Sinne des Wortes ein Name gegeben: jeder Name ist auf einen „Baustein gegen das Vergessen“ mit rotem Garn eingestickt. Eine Zeitschiene der Jahre zwischen 1933 und 1945 sowie Zeitungsberichte über jüdische Opfer in Krefeld fordern den Betrachter eindringlich auf, eine Wiederholung der grausamen Geschehnisse unmöglich zu machen. Die von der Pianistin Olga Andryuschenko gespielte Suite op.13 des im Oktober 1944 im Konzentrationslager Auschwitz vergasten Komponisten Pavel Haas geht allen Zuhörern sichtbar nahe.


Baum der
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